Praxis im sozialen Bereich

Veröffentlicht von Administrator (admin) am Jan 11 2017
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Die Schüler werden schon in der 6. und 7. Klasse an das Thema der Berufsfindung herangeführt. In diesen Jahrgangsstufen ist es einem Großteil der Kinder noch nicht möglich, sich einen zukünftigen Beruf vorzustellen. Hier greift das Unterrichtsfach Soziales. Es wurde den Kindern im Schuljahr 2015/16 ermöglicht, das Wahlfach AG Soziales zu wählen. In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Roten Kreuz konnten die Schülerinnen und Schüler die Senioren mit FOLin Josefa Roithner besuchen und umsorgen. In Absprache mit den vor Ort betreuenden Kräften, durften die Kinder eigenverantwortlich Themen ausarbeiten, die dem Jahreskreis entsprechen. Die Themenbereiche reichten von Erntedank, Halloween, Advent, Weihnachten, Fastenzeit, Ostern, Frühling bis hin zu Pfingsten. 

Mit Hilfe von Themenkarten aus dem Interessenbereich der Senioren, auf denen die wichtigsten Inhalte eines Themas, unterstützt durch Bilder, dargeboten wurden, haben sich sehr schnell Gespräche untereinander und auch mit den Kindern ergeben. Die ältere Generation versuchte beispielsweise beim Hauptthema Erntedank, den Schülerinnen und Schülern alte Bräuche aus dieser Gegend zu vermitteln. Das oft längst vergessene Wissen älterer Generationen wird der jüngeren Generation überliefert. Besonders Jugendliche ohne Großeltern genossen diese Zusammenkunft sehr. 

Es wurden in der Schulküche Gerichte zubereitet, die die Kinder zusammen mit den Senioren verspeisten. Die Auswahl der Gerichte oblag den Kindern in Absprache mit dem Roten Kreuz und der Lehrkraft. Bei der Auswahl der Gerichte wurde auf die verringerte Kaufähigkeit, Geschmacksvorlieben etc. geachtet. Auch mussten sie sich in die Lebenswelt der Senioren hineindenken und vermieden somit moderne Gerichtsvariationen. Auch bei Spielen und Beschäftigungen mussten sie sich in die verringerte Feinmotorik, auf behinderte Menschen und die demente Lebenswelt einiger Senioren hineindenken. Bei den Schülerinnen und Schülern wurden Fähigkeiten gefordert und gefördert mit Senioren zu arbeiten. Sie konnten sich mit den Pflegern austauschen, welche weiteren beruflichen Herausforderungen auf sie zukommen, wenn sie diesen Berufszweig wählen. Es war eine grundlegende Erfahrung für den beruflichen Orientierungsprozess und eine frühe Hinführung auf die spätere Berufswahl. 

FOLin Josefa Roithner

Zuletzt geändert am: Feb 01 2017 um 9:21 AM

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