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Wir lernen angelehnt an das Churermodell

1. Was ist das Churermodell?

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Das Churermodell ist ein innovatives Unterrichtskonzept, das von Reto Thöny in der Schweiz entwickelt wurde. Es setzt auf eine flexible und individualisierte Lernumgebung, in der Kinder selbstständig und aktiv arbeiten können. Dabei werden traditionelle Strukturen des Frontalunterrichts aufgelöst und durch offene, kooperative und differenzierte Lernformen ersetzt.

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​Ein zentrales Element des Modells ist der Inputkreis, eine Sitzanordnung in Form eines Kreises, die den Lehrenden ermöglicht, gezielte kurze Impulse zu geben. Anschließend arbeiten die Schülerinnen und Schüler eigenständig oder in Kleingruppen oder mit der Lehrkraft an ihren Aufgaben.​​​​

2. Vorteile des Churermodells gegenüber dem Frontalunterricht

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  • Mehr Eigenverantwortung und Selbstständigkeit
    Die Kinder lernen, sich ihre Aufgaben selbst einzuteilen, Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und Lösungsstrategien eigenständig zu entwickeln.​​​​

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  • Individuelle Förderung statt Einheitsunterricht
    Jedes Kind arbeitet an seinem eigenen Lernniveau und wird gezielt unterstützt. Schwächere Schüler und Schülerinnen erhalten Hilfe, während leistungsstärkere Kinder zusätzliche Herausforderungen bekommen.

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  • Aktive statt passive Lernhaltung
    Während im Frontalunterricht die Lehrkraft überwiegend spricht und die Kinder zuhören, sind sie im Churermodell aktiv am Lernprozess beteiligt. Sie experimentieren, diskutieren und erarbeiten Wissen eigenständig oder im Austausch mit anderen. Auch das Reflektieren spielt eine wichtige Rolle.

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  • Bessere soziale und kommunikative Fähigkeiten
    Durch die kooperativen Lernformen und den regelmäßigen Austausch im Inputkreis lernen die Kinder, ihre Gedanken klar zu formulieren, Argumente auszutauschen und aufeinander einzugehen.

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  • ​Erhöhte Motivation und Freude am Lernen
    Die abwechslungsreichen und eigenverantwortlichen Arbeitsformen sorgen für mehr Engagement, Begeisterung und Bewegung im Unterricht. Die Kinder können sich individuell entfalten und erleben schneller Erfolgserlebnisse.

3. Die Rolle des Inputkreises und der Sitzmöbel

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Der Inputkreis ist das Herzstück des Churermodells. Hier

erhalten die Schüler*innen kurze, prägnante Erklärungen

und tauschen sich über Lerninhalte aus. Die Sitzbänke

spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie nicht nur als Sitzgelegenheiten, sondern auch als Arbeitsflächen genutzt werden. Sie ermöglichen eine flexible Raumgestaltung, die

sich den jeweiligen Unterrichtsphasen anpasst.

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4. Flexible Raumgestaltung für individuelles Lernen im Detail

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Das Churermodell löst sich vom klassischen Klassenzimmer mit fest angeordneten Tischen und Stühlen. Stattdessen ermöglicht eine offene und flexible Raumgestaltung verschiedene Sozial- und Arbeitsformen:

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  • Inputkreis: Ein zentraler Bereich für kurze Lehrkraftimpulse und den gemeinsamen Austausch

  • Arbeitsinseln: Bereiche, in denen Schülerinnen und Schüler selbstständig in Gruppen arbeiten können

  • Rückzugsorte: Plätze für konzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung

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Diese Struktur sorgt dafür, dass jedes Kind eine passende Lernumgebung findet - egal, ob es lieber in Gruppen arbeitet oder einen ruhigen Ort zum Nachdenken benötigt.

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Die Rolle der Sitzbänke

 

Die speziell für das Churermodell entwickelten Holzbänke sind mehr als nur Sitzgelegenheiten. Sie haben verschiedene Funktionen:

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5. Konkrete Umsetzung an unserer Schule

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Zunächst sei festgehalten, dass sich Unterricht - also die Art und Weise, wie Inhalte erarbeitet und vermittelt werden - immer an die jeweilige Lerngruppe und auch an den entsprechenden Einzelinhalt anpassen muss. Das heißt, ein Lernen nach dem Churermodell in seiner Reinform ist nicht per se von Anfang an, nicht zu jeder Zeit und nicht in seiner maximalen Ausprägung immer möglich. Hier profitieren die Kinder eindeutig von der Mischung der Formen und einer Öffnung mit Augenmaß mit dem Ziel eines maximalen Lernerfolges.

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Das Churermodell ist eine zukunftsweisende Unterrichtsform, die den Kindern eine aktivere, individuellere und nachhaltigere Lernerfahrung ermöglicht. Der Unterricht nach diesem Modell an unserer Schule steigert die Unterrichtsqualität deutlich und bereitet die Schüler und Schülerinnen optimal auf eine selbstständige Lern- und Arbeitsweise vor, die an den weiterführenden Schulen und später in der Arbeitswelt vorausgesetzt wird.

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Einblicke in das Lernen mit dem Churermodell:

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